London: Mondän und modern
Von Astrid Mayerle, Reiseredaktion
Prinz Charles hat endlich seine Jugendliebe Camilla geheiratet. Ob jetzt wohl etwas Ruhe in der turbulenten Stadt einkehrt? Wohl kaum. London war anderen Großstädten schon immer eine Nasenlänge voraus: in Mode und Kunst, in Punk und im Prunk.
Trafalgar Square
Beginnen wir mit letzterem und verbringen eine ruhige Stunde bei Tee und Cake an einem der mondänsten öffentlichen Orte Londons: im Gamble Room des Victoria and Albert Museums. Hier waren vor 140 Jahren die besten Keramiker, Fensterkünstler und Dekorateure ihrer Zeit zu Gange. Nirgendwo sonst wird London so ruhig und rückt der Gegenwart so fern. Natürlich kann man in der Metropole dem Trubel nur kurzzeitig entkommen und wer wollte das schon? Also hinein in die roten Busse. Warum sich nicht mal ziellos quer durch die Stadt chauffieren lassen? Der Ausblick von den Doppeldeckern ist optimal und aus der Vogelperspektive präsentiert sich das Leben auf den Straßen und Plätzen wie eine moderne Choreografie mit einer Menge hervorragend trainierter Statisten. Schneller geht's natürlich mit der U-Bahn, wenn man etwa von den Boutiquen in East End zu den spektakulären Neubauten in den Docklands, dem ehemaligen Hafengebiet Londons kommen möchte.
Tower Bridge
Quer durch die Docklands
In diesem riesigen, östlich der Tower Bridge gelegenen Areal entstehen seit Jahren die futuristischsten Bauten - Wolkenkratzer ebenso wie luxuriöse Lofts. Die Light Railway, eine Hochbahn, führt durch das Gelände. Als Einstieg bietet sich die Station Tower Hill an, von hier geht es Richtung Osten vorbei an dem gigantischen Druckereiviertel, wo unter anderem die "Sun" und die "Times" in Druck gehen, weiter zur Canary Wharf mit ihren bis zu 50 geschossigen Hochhäusern und schließlich empfiehlt sich ein Stopp bei Heron Quays: zum Flanieren zwischen Restaurants, Pubs und Geschäften.
Fahnenschwinger in Bestform
Was wäre London ohne die königliche Familie, den Hofklatsch sowie die Wachablösungen und Paraden? "Trooping the Colours" heißt eine der wichtigsten, nämlich die Geburtstagsparade für die Queen: am 11. Juni kann man die professionellen Fahnenschwinger in Bestform sehen. Am 23. Oktober, dem Jahrestag der Sieges von Lord Nelson in der Schlacht von Trafalger findet ebenfalls eine wichtige öffentliche Parade statt - Schauplatz: Trafalgar Square.
Und abends zu Jamie Olivier
Vom Fish-and-Chips-Image hat sich die englische Küche in den letzten Jahren weit entfernt. Das beste Beispiel liefert der junge Szenenkoch Jamie Olivier mit seinem Restaurant am Westland Place (www.jamieoliver.com). Hier und nur hier gibt es Feigen mit Parmaschinken und Honigdressing, gegrillte Aprikosen, geröstete Kamm-Muscheln und Pappardelle mit wilden Pilzen.
Weitere Informationen:
London Tourist Board, Internet: www.londontouristboard.com
Astrid Mayerle, 26. April 2004
Fotos: © London Tourist Board